Was wir tragen

Vor einigen Jahren erzählte mir meine Mutter ein Familiengeheimnis.

Es zog mir den Boden unter den Füßen weg und gab mir gleichzeitig Halt. Dinge, die ich lange nicht einordnen konnte, ergaben plötzlich Sinn. Alles fügte sich wie in einem Puzzle zusammen.

Aber wie konnte es sein, dass ich das Geheimnis unbewusst geahnt hatte? Warum erschien mir manches seltsam vertraut? Ich begann zu recherchieren und sprach mit der Psychoanalytikerin Dr. Angela More, der Psychologin Sabine Lück und dem Ernährungswissenschaftler Hans Konrad Biesalski. Sie sagten: Muster wandern durch Generationen, und manchmal ist man stärker mit seiner Großmutter verstrickt, als man denkt. Wie Nina, die junge Frau, deren Angst vor Bakterien und Viren perfekt zum Trauma ihrer Oma passt.

Vor allem interessiert mich die Geschichte meiner Eltern. Es gibt einen Märchenring. Ein Buch aus dem Iran, und einen Dachboden mit einem Seil, das still im Kegel eines Sonnenlichts schaukelt.

Weil es viel war und ich mich sortieren wollte, begann ich zu schreiben. Manchmal schrieb ich seitenweise, manchmal wenige Sätze, und manchmal auf den Wurzeln einer Kastanie sitzend. Das Schreiben half mir, wie so oft im Leben.

So entstand auch die Hypnose den Ahn:innen, die ich vergangene Woche in einer veränderten Fassung veröffentlicht habe. Sie ist eine Einladung, dich mit deinen inneren Wurzeln zu verbinden.

Ich selbst habe mich in eine Geschichte hineingeschrieben und überlege, den weiteren Entstehungsprozess mit einem inneren Zirkel zu teilen.
Falls du dazugehören möchtest, antworte einfach auf diese Mail mit „Zirkel“.

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