🌿 März-Ausgabe 2025
Entspannung wirkt · Dein Abendraum

Die Saat
der Regulation

Ich pflanze.

Wer ernten möchte, muss säen. In diesem Monat begleiten wir dich durch geheime Gärten, Traumreisen und die Magie des Loslassens.

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Ich pflanze
Editorial · März

Früher beim Joggen hörte ich oft „Ernten, was wir säen“. Der Refrain begleitete mich durch Parks, die je nach Jahreszeit ihr Kleid wechselten.

In diesem Monat widmen wir uns der Saat der Regulation. Traumreisen durch geheime Gärten, ein Schlafgewächshaus der Wünsche, Frau Holle als Märchenreise — und Musik, die den Boden bereitet, bevor Worte ankommen.

Ich pflanze. Das Monatsthema · März 2025
✦ Schreibimpuls des Monats ✦ Was möchtest du in diesem Jahr pflanzen? Was ist in deinem Leben bereits gewachsen? In welcher inneren Jahreszeit befindest du dich gerade —
und was ist das Gute daran?
Und vielleicht auch: Was braucht dein Boden jetzt wirklich?
Was Mitglieder sagen
★★★★★

„Danke dir liebe Carola, dass du so viel mit uns teilst. Dieses Teilen wirkt heilend auf mich.“

Angie
★★★★★

„Ich liebe deine Magie-Briefe!“

Simone
Diese Woche im Abendraum

Traumreisen &
Dreamtime Stories

Schlafgewächshaus
Dreamtime Story · Neu Das Schlafgewächshaus der Wünsche

Heute Nacht öffnet sich eine Tür. In einem verborgenen Gewächshaus dürfen Wünsche wie Pflanzen wachsen — ohne Worte, ohne Forderung, ohne Ziel.

🔒 Für Mitglieder · Jetzt freischalten
Pfirsichmond
Traumreise Pfirsichmond im Frühling

Zarte Pfirsichblüten, warmes Mondlicht — mit Tiefschlafformel für besonders erholsamen Schlaf.

🔒 Für Mitglieder
Nachts im Museum
Traumreise · Florenz Nachts im Museum

Allein in den Uffizien. Botticellis La Primavera beginnt zu leben. Draußen fällt Regen auf das Kopfsteinpflaster des Arno.

🔒 Für Mitglieder
Frau Schlaf
Hypnose · Frauentag Frau Schlaf

Für Frauen, die viel tragen und viel für andere geben. Basierend auf Hypnoseforschung der Universität Fribourg.

🔒 Für Mitglieder
Selbstheilungskräfte
Hypnose · Layer-Technik Ich pflanze – Selbstheilungskräfte nähren

„Ich habe danach über fünf Stunden am Stück geschlafen.“ — Marianne S.

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Chrono-Gärten
Dreamtime · Fantasiereise Chrono-Gärten der verlorenen Zeit

Ein zeitloser Ort für hochsensible Menschen — wenn Reize leiser werden sollen.

🔒 Für Mitglieder
Der geheime Garten
Hypnose · Neu Der geheime Garten

Ein stiller, geschützter Ort. Nichts wird von dir erwartet. Du darfst einfach bleiben. Alles andere darf warten.

🔒 Für Mitglieder
Der geheime Garten – Buchcover
Magie-Brief · März

Der Geheime Garten

Es gibt Orte, die warten nur darauf, dass man sie wieder betritt. Die erste Traumreise, die ich im Frühling 2020 schrieb, führte in einen solchen Garten — hinter einer verwitterten Mauer und einer alten Eichentür im Wald.

„Die Sonne scheint, die Blumen wachsen, die Wurzeln strecken sich – das ist der Zauber. Leben und stark sein, das ist der Zauber, er ist in mir, er ist in uns allen.“

Der Garten ist kein Ort. Er ist ein innerer Zustand.

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Tracks & Träume

Musik, die den Boden bereitet,
bevor Worte ankommen

🎵 White Feather Hawk Tail Deer Hunter Lana Del Rey

Tradwives-Ästhetik oder Märchenmythos? Schon jetzt verfügbar.

🎵 Opalite Taylor Swift

Über die schlaflose Nacht und den Himmel, der danach schimmert.

🎵 Happiness is a Butterfly Lana Del Rey

Verwandlung. Inspiration für die Traumreise Westcoast Dreams.

🎵 Africa Toto

Ein Sehnsuchtsklassiker aus den 80ern. Kommt noch diesen Monat.

🔒 Alle Tracks & Träume Folgen für Mitglieder
Bereit für den März?

Bäume pflanzen heißt,
an morgen glauben

Die März-Ausgabe wartet auf dich. Traumreisen, Magie-Brief, Tracks & Träume — alles werbefrei, alles in deinem Tempo.

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“Morgens pfeifend zur Dusche”

Hast du schon mal von den Fünf Tibetern gehört? Die Fünf Tibeter sind eine Abfolge von fünf Übungen, die Körper und Geist gesund halten sollen. Ich habe sie durch Dieter Gurkasch kennen gelernt. Und wenn Dieter Gurkasch durch sie morgens pfeifend zur Dusche geht – dann ist das wirklich was Besonderes. Denn Dieter saß mehrfach im Gefängnis, einmal wegen schweren Raubmords. Für ihn waren die Fünf Tibeter ein Gamechanger im Leben, sagt er – vom Saulus zum Paulus. Heute unterrichtet er Meditation und Yoga im Gefängnis und hilft dadurch vielen Menschen.

Wieso hast du plötzlich mit Yoga angefangen?

Ich war, nachdem ich das erste Mal aus dem Gefängnis entlassen worden war, direkt rückfällig geworden – mit Raubüberfällen. Einmal geriet ich in ein Feuergefecht mit der Polizei, in dem mich eine Kugel im Rücken traf. Ich lag auf dem Boden und dachte: Das war’s. Ich sterbe. Bin ich aber nicht. Stattdessen wurde ich zu 13 weiteren Jahren Haft verurteilt. Und ich wusste nicht, wie ich die Zeit überstehen soll. Denn mein grenzenloser Hass und der Zorn, zwei Gefühle, die mich zuvor angetrieben und am Leben erhalten hatten, waren durch die Erfahrung des nahen Todes verschwunden. Gleichzeitig gab mir meine damalige Frau zu verstehen, dass sie auch dann bei mir bleibt, wenn ich schwach bin. Das war neu für mich. Ich befand mich dadurch auf der Suche nach einer anderen Art zu Leben. Ich steckte in einer ziemlich tiefen Krise.

In dieser Zeit hast du die Fünf Tibeter kennengelernt.

Ja. Meine Frau beschäftigte sich zu jener Zeit mit spirituellen Theorien. Ich konnte mit ihnen zwar nicht viel anfangen, trotzdem kam ich über sie zu den Fünf Tibetern. Oder die Fünf Tibeter kamen zu mir. Denn ich hatte mir in jener Zeit eine Muskelverletzung beim Sport zugezogen und konnte nicht wie gewohnt täglich drei Stunden trainieren. Ich konnte aber die ‘Mädchengymnastik’ absolvieren, wie ich die Fünf Tibeter damals nannte. Also habe eines Tages angefangen, in meiner etwa sieben Quadratmeter großen Zelle den „Kreisel“, die „Kerze“ oder den „Halbmond“ der Fünf Tibeter auszuprobieren. Ich habe mir davon nicht viel versprochen. Aber nach einigen Tagen ging es mir besser als jemals zuvor.

Woran hast du das gemerkt?

Ich hab mich dabei erwischt, wie ich morgens im Knast pfeifend zur Dusche  ging – und im Knast ist man schon fast statusmäßig schlecht gelaunt. Auch beim Treppensteigen fiel es mir auf. Ich war richtig beschwingt. Nach ein paar Wochen haben mich Mit-Insassen auf dem Hof gefragt, ob ich ihnen etwas von dem Zeug verkaufe, was ich nehme, und das mir so gute Laune macht.

Wie erklärst du dir das?

Die Fünf Tibeter sind sogenannte Bandhas, Praktiken, die durch das Zusammenziehen bestimmter Muskeln Energie im Köper festhalten und die einige vielleicht aus dem Yoga kennen. Man kann sich die Bandhas wie Energielenkungsschleusen vorstellen. Werden sie durch Übungen geöffnet, fließt die Lebensenergie Prana durch den Körper. Dadurch verleihen einem die Übungen die Energie, Dinge anzupacken, die man vielleicht schon immer einmal machen wollte, zu denen man sich bislang aber nicht hatte durchringen konnte. Mit dem Rauchen aufzuhören oder Abnehmen zum Beispiel.

Heute unterrichtest du als Yogalehrer in Gefängnissen. Kannst du mit den Fünf Tibetern anderen Menschen helfen?

Durchaus. Ich erlebe viele Gefangen, die tiefe spirituelle Erfahrungen machen und ihr Leben massiv verändern. Einer hat beispielsweise zwei Banküberfälle gestanden, die man ihm nicht hatte nachweisen können. Bei den Fünf Tibetern geht es außerdem auch immer darum, im Jetzt zu leben – dieser Gedanke kann im Gefängnis sehr hilfreich sein, wo man innerlich oft verzweifelt und von Langeweile und Wut geplagt ist. Wie fühle ich mich jetzt?, lautet die entscheidende Frage. Ich hab jetzt keinen Hunger, keinen Durst. Niemand trachtet mir nach dem Leben. Entspann Dich also!

Was rätst du Neueinsteiger*innen?

Ich empfehle, sich Zeit zu lassen und die Übungen zu genießen. Und nicht wie in manchem Buch vorgeschlagen, von Übung zu Übung, Wiederholung zu Wiederholung, zu hetzen, bis man bei der Zahl 21 angelangt ist. Es ist kein Sport, also brems Dich! Gut ist, die ersten drei Wochen drei Tibeter hintereinander zu praktizieren und sich anschließend langsam auf fünf Wiederholungen zu steigern. Diesen Zustand kann man dann eine Weile beibehalten. Zehn Minuten am Anfang oder 20 Minuten später reichen völlig aus.

Eine Anleitung findet ihr hier:

Dieter Gurkasch

wurde 1961 in Hamburg geboren und 1985 nach einem bewaffneten Raubüberfall zu seiner ersten Gefängnisstrafe von elf Jahren verurteilt. Nach seiner Freilassung brachten ihn weitere Delikte erneut in Haft. 2011 wurde er frühzeitig entlassen. Vier Jahre zuvor hatte er gemeinsam mit dem Pfarrer der JVA Fuhlsbüttel die erste offizielle Yogagruppe im Gefängnis gegründet. Mit dem Verein „Yoga und Meditation im Gefängnis“ möchte er Yoga und Meditation hinter Gittern als niederschwelliges Therapieangebot etablieren – als Werkzeug der Resozialisierung. 2013 veröffentlichte er seine Autobiografie „Dieter Gurkasch. Leben Reloaded – Wie ich durch Yoga im Knast die Freiheit entdeckte“.

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