Hast du ein Lieblingsmärchen?
Und wenn ja: welches?
Freud glaubte, dass Märchen etwas zeigen, was wir sonst gut verstecken: Wünsche und Ängste.
Und der Psychoanalytiker Hans Dieckmann ergänzte später, dass fast jeder Mensch ein Lieblingsmärchen habe, in dem sich Entwicklungskonflikte der Kindheit widerspiegeln.
Märchen liefern Bilder, wo Worte fehlen. Nicht zuletzt deshalb arbeiten Psychotherapeut:innen gerne mit ihnen.
Die österreichische Kinderpsychologin Verena Bertignoll fand in einer Studie sogar:
„Das Lieblingsmärchen hat diagnostischen Wert. Es bietet ein Bild für die eigene Geschichte.“
Vor diesem Hintergrund erzähle ich im Mitgliederbereich von Entspannung wirkt jeden Monat ein Märchen – eingebettet in eine lange, hypnotische Entspannungssequenz.
Im Januar hörst du Rapunzel.
Der Turm steht, wenn man so will, für Begrenzungen und alte Muster. Rapunzels Gesang für die leise Stimme des authentischen Selbst, das Freiheit sucht.
Und wer weiß: Vielleicht löst die vertraute Geschichte – im Zustand der Tiefenentspannung – etwas Neues in dir aus. Eine Erinnerung, einen Gedanken, eine Richtung.